Öffentlichkeit

Ausstellungen

Vom 21. bis 23.09.2012 
Losheim am See
"Künstler der Region"

Vom 09. bis 16.12.2012
Zur Eröffnung des Hagebaumarktes in Konz

Von Sep. bis Okt. 2012
Internetausstellung von
CEPAL

Von 03.02. bis 12.05.2013
Kulturgießerei Saarburg
unter dem Motto:
"Hoffnungsvolles GRÜN"

Von 23. bis 26.10.2014
Internationale CEPAL- Ausstellung in Perl

Am 17.11.2019
"Markt der Künste"
in Trier

Die Meinung der Kunstexpertin

Anlässlich der Ausstellung in der Kulturgießerei, Saarburg
Christa Blasius, Kunsthistorikerin M.A.
Einführung zur Ausstellung am 03.02.2013 in der Kulturgießerei in Saarburg
Rita Conrad: Hoffnungsvolles Grün
Begrüßung
Guten Tag, liebe Gäste. Auch ich möchte Sie sehr herzlich zur heutigen Ausstellungseröffnung hier in der Kulturgießerei begrüßen. Die Ausstellung mit dem Titel „Hoffnungsvolles Grün“ zeigt Malerei und Zeichnungen der Saarburger Künstlerin Rita Conrad, die mit ihrem Künstlernamen Corisa signiert. Das Oberthema ihrer hier gezeigten Arbeiten ist die Farbe Grün, die für das aufkeimende, neue Leben in der Natur steht. Die meisten von uns hier in diesem Raum verbinden diese Farbe mit dem Frühling, auf den wir nach dem langen Winter sehnlich warten. Die Farbe Grün In ihren hier gezeigten Werken setzt sich Künstlerin sowohl mit der Sinnlichkeit als auch der Symbolik der Farbe Grün auseinander. Die Farbe Grün ist für Rita Conrad dabei ein Symbol für das Leben alles Kreatürlichen – angefangen von der aufkeimenden Zelle bis hin zu den Schönheiten aber auch Unheimlichkeiten der Natur, die wir als Menschen betrachten und erleben. Grün steht dabei aber auch für die heilenden Elemente der Natur und für das Ausbrechen aus starren Rahmen – und wie es die Künstlerin selbst sagt – für die Entfaltung der Natur und der menschlichen Seele.
Rita Conrad ist fasziniert davon, wie sich Leben entwickelt hat und weiter entfaltet und beschäftigt sich dabei auch mit naturwissenschaftlichen Fragen. Der Autor Arnd Brummer drückt die Bedeutung des Grüns für sie sinnfällig aus, wenn er über die Photosynthese sagt:
„Und ganz nebenbei, als Abfallstoff sozusagen, setzt der Prozess Sauerstoff frei, den Mensch und Getier zu ihrer Existenz brauchen. Erst die Genesis der grünen Farbe ermöglichte die Atmung und damit das Leben von Menschen und Tieren auf der Erde.“
Thema
Sie werden beim Betrachten der Werke zwei künstlerische Hauptthemen entdecken können. Ein Teil der Bilder zeigt Rita Conrads großes Interesse an den sinnlich erfahrbaren Erscheinungen der Natur. Diese Bilder feiern die Lebensfreude und die sinnliche Qualität der Naturerscheinung mit großer Präsenz und Ausdruckskraft. Sie sehen sie zum Beispiel in den Gemälden Demokratie oder in den Pastelzeichnungen mit dem Obst. Ein weiteres Thema der Künstlerin ist das Motiv der Zeit und der Evolution der Natur. Gemälde wie z.B. die Bilder „Zellstruktur“ oder „Zeitfalle“ gehören zu dieser Werkgruppe. Die Künstlerin beschäftigt sich hier mit dem Kontrast, den die Entwicklung der Natur mit dem abstrakten Begriff der Zeit bildet. In der Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit den Erscheinungen der Natur entwickelt sie innere Bilder, die sich dann auf sehr originelle Weise als Sujet in ihren Gemälden niederschlagen: Die Zelle, die Pflanze, Vorgänge im All, das Thema Zeit und die Vergänglichkeit. Dieseinneren Bilder setzt sie in diesen Gemälden in einer sehr persönlichen, symbolischen Bildsprache um.
Künstlerin
Die Künstlerin Rita Conrad hat Zeit ihres Lebens gezeichnet und gemalt, zunächst vor allem Porträts. Sie hat sich dann in verschiedenen künstlerischen Techniken weitergebildet. Seit 20 Jahren lebt und arbeitet sie in Saarburg. Ab 2004 hat sie ihre künstlerische Tätigkeit hier intensiviert. Stilistisch und thematisch zeigen die Arbeiten Conrads eine besondere Freude an der Vielfalt der Natur und am künstlerischen Experiment. So setzt sie sich immer wieder auch mit abstrakten Themen wie „Zeit“ oder „Raum“ auseinander, aber auch mit der Abstraktion als bildnerischem Element. Parallel dazu kommt sie immer wieder auf die Zeichnung zurück. In diesen interpretiert sie das unmittelbar Wahrgenommene und entwickelt dabei eine große sinnliche Präsenz des Dargestellten. Die pflanzliche Natur inspiriert sie zu Bildern von großer Spontaneität und Lebensfreude. Diese stehen als eine Art Ausgleich neben der Tiefe ihrer symbolischen Gemälde. Hier zeigt sich eine Künstlerin, die sich nicht an Kunstmarketing und Zielgruppenwünschen orientiert, sondern die ihr Thema Natur und dabei ihren ganz persönlichen künstlerischen Ausdruck gefunden hat.
Arbeitsweise
So ist auch Conrads Arbeitsweise geprägt von großer Offenheit und Freiheit gegenüber den Stilen und verschiedenen Techniken. In der Zeichnung verwendet sie Rötel, Kohle, und besonders Pastell und erzielt hier Bilder von großer Unmittelbarkeit. In der Malerei beschäftigte sie sich zunächst mit der Ölmalerei. Heute malt sie vorwiegend in Acryl und experimentiert hier ebenfalls mit verschiedenen Techniken. So werden Sie bei den Arcrylgemälden z.B. auch Bilder in der Verlaufstechnik entdecken wie die Bilder der Serie „Symphonie in Grün“. In dem Bild „Auffangbecken“ verwendet sie rote Strukturpaste, wodurch eine pastose, reliefartige Wirkung entsteht. Auch sind mitunter zeichnerische Strukturen in einzelne Gemälde eingearbeitet wie z.B. bei der Serie „Demokratie“. Diese Strukturen entwickeln einen besonderen ästhetischen Reiz voller Spannung und Spontaneität.
Die Werke
Sie sehen in der Ausstellung drei Werkgruppen zum Thema „Hoffnungsvolles Grün“. Erstens Symbolhafte Gemälde zu abstrakten Themen wie „Zellstruktur“ oder „Zeitfalle“ Zweitens expressive Gemälde mit abstrahierter pflanzlicher Natur oder einem Thema wie Dynamik. Die dritte Werkgruppe wird von Zeichnungen gebildet, die Pflanzen oder „Pflanzliches“ darstellen. Bei der Gruppe der symbolischen Gemälde fällt das Bild „Zellstruktur“ auf, das in lasierender Malweise eine mikroskopisch kleine Zelle ins Große transponiert. Das Bild weckt damit Assoziationen an planetarisches Geschehen im All. Was wieder aufgegriffen wird von dem Bild „Begegnung im All“. Die beiden Gemälde „Zeitfalle I und II“dazwischen zeigen mit surrealistischer Symbolsprache die Angst vor der Vergänglichkeit.
Ganz anders dagegen die expressiven Gemälde mit den Titeln „Demokratie“, „Auffangbecken“, „Dynamik“ oder die Serie „Symphonie in Grün“. Hier drückt sich die Freude an der Vielfalt der Natur aus und Freude an der Veränderung. Die Pastellzeichnungen zeigen die Früchte in geradezu haptischer Qualität, am liebsten würde man sofort hineinbeißen. Hier zeigt sich die Betrachtung der Natur von ihrer lebensfrohen Seite und im besten Sinne prachtvoll und voller Lebenskraft. Die Zeichnungen „Depot I und II“ zeigen dagegen von der Natur abgeleitete innere Bilder, und zwar mit großer Subtilität in Farbe un